Beiträge der Kategorie books

John Katzenbach – Der Patient (Hörbuch)

Bewertung: 8/10

Die Idee und die Story sind sehr gut – die Handlung ist gut durchdacht und entwickelt sich genau im richtigen Tempo. Die Handlungen des Protagonisten sind nachvollziehbar, witzigerweise habe ich ein paar Mal so was gedacht wie z.B. “Warum hat er das Nummernschild nicht gelesen” und prompt folgte die Erklärung. Die Handlung hat mich in so fern übeerrascht, als dass in der Mitte sich das Blatt wendete und der Jäger zum Gejagten wurde. Alles in einem ist es ein sehr schöner und unblutiger Thriller ohne abgetrennte Gliedmaßen und Verstümmelungen, so wie in vielen anderen Romanen dieses Genres.
Was mich manchmal ein wenig gestört hat, waren die meiner Meinung nach etwas unpassenden Metaphern. Ich weiß leider nicht, ob die Bilder im Original teilweise auch so unglücklich gewählt sind, oder ob das ein Fehler des Übersetzers war.

Der Vorleser Simon Jäger hat eine angenehme Stimme und kann verschiedene Intonationen gut rüberbringen. In ein paar Gesprächen zwischen Ricky und seinem Mentor war es allerdings schwer rauszuhören, wer gerade spricht. Und mir sind noch zwei, drei kleine Fehler aufgefallen – unterschiedliche Aussprache von Namen in einem Absatz, einmal ein unpassendes Wort (Seelen statt Zellen). Nicht schlimm, hat mich allerdings dazu gebracht nachzudenken, ob in solchen Fällen die paar Sätze nicht nochmal aufgenommen werden. Oder vielleicht kommt es genau daher.

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Oliver Kuhn – Alles, was ein Mann wissen muss

Bewertung: 2/10

Eigentlich ist es ein Buch für mich – nein, ich bin kein Mann, aber ich liebe Bücher, die vollgestopft sind mit witzigen Informationen, die man zum Leben nicht braucht. Im Moment gibt es viele dieser Bücher auf dem Markt, und dieses Buch zeigt, dass ein gutes Buch dieser Art nicht dadurch entsteht, dass man einfach irgendwelche Informationen komplett lieblos hintereinander reiht. Ein gutes Beispiel für diese Art von Buch ist Schotts Sammelsurium, das ich an einem Abend komplett durchgelesen habe und dabei recht oft herzlich gelacht hab.
Die Gestaltung dieses Buches läßt zu Wünschen übrig – man kann ein komplettes Buch nur in einer Schriftart gestalten, muss man aber nicht. Und Bilder hätten dem Buch auch nicht geschadet. Die Reihenfolge der Informationen ist angeblich strukturiert – Religion, Recht etc. Innerhalb dieser Kategorien sind die Informationen aber entweder total oberflächlich oder es sind derartige Detailinformationen angegeben, die weder witzig noch interessant sind. Und das nervigste am ganzen Buch sind die Rechtschreibfehler. Ich bin eigentlich nicht so pingelig in solchen Dingen, aber wenn man ein Buch druckt, hoffe ich, dass es mal jemand vorher gelesen hat. Und manchmal ist es auch noch inhaltlich falsch. Beispiele: Hercule Poiret (Poirot wäre richtig) oder die Aussage, dass Osram sich aus den Stoffen Osram und Wolfram zusammensetzt (fast richtig, es sind Osmium und Wolfram). Es sind nur Kleinigkeiten, aber grade bei diesem Buch, das “ein Freund” (siehe Rückseite) sein möchte, stellt sich die Frage: Wenn ich diese Fehler gefunden habe, wieviele Fehler gibt es, die man nicht so schnell findet. Ich kann daher nur allen Männern raten, ihr Wissen aus anderen Quellen zu beziehen.

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Anne Weiss und Stefan Bonner – Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?

Bewertung: 6/10

Es ist schon vielen Leuten auf die einer oder andere Weise aufgefallen, dass die moderne Generation ein wenig doof ist. Die beiden Autoren beschreiben die Ausprägungen des Doof-Seins und versuchen eine Ursache dafür zu finden. Die Geschichten aus dem Leben der beiden sind schon teilweise sehr doof. Ich gehöre vom Alter her der Generation Doof an, solche Stories habe ich bisher aber noch nicht erlebt. Es ist trotzdem meistens lustig.

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Thorsten Havener – Ich weiß, was du denkst

Bewertung: 7/10

Ich habe Thorsten Havener ein paar Mal im Fernsehen gesehen und fand es immer wieder faszinierend und habe mich immer gefragt, wie er das macht. Im Buch beschreibt er die Grundsätze seiner “Tricks”. Es geht um sehr gute Beobachtungsgabe – man muss auf Kleinigkeiten achten: Bewegung der Augen, kleinste Zuckungen, minimale Veränderungenen der Mimik. Zwischendurch berichtet er von ein paar Anekdoten aus seinem Leben und gibt Aufgaben zum Üben auf. Obwohl (oder vielleicht genau deshalb) ich jetzt die Theorie hinter dem “Gedankenlesen” etwas kenne, finde es ich Herr Haveners Talent sehr beeindruckend.

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Sebastian Fitzek – Das Kind

Bewertung: 8/10

Ich hatte über Sebastian Fitzek als neuen deutschen Top-Autor in einem Magazin gelesen. Das Buch war spannend, die Geschichte ungewöhnlich und interessant und die Entwicklung am Ende habe ich nicht erwartet.

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Marion Knaths – Spiele mit der Macht

Bewertung: 9/10

Das ist ein Ratgeber – Untertitel “Wie Frauen sich durchsetzen”. Einiges in dem Buch hat mir die Augen geöffnet, einige der Situation kommen mir bekannt vor und es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass es für viele Umstände eine evolutionsbiologische Erklärung gibt 🙂
Eine Lösung für alle Probleme kann das Buch nicht geben, aber zumindest wertvolle Tipps, wie man die eine oder andere Situation verbessern kann.

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Ildikó von Kürthy – Blaue Wunder

Bewertung: 8/10

Das Buch ist sehr unterhaltsam, die Charaktere sind lustig (vor allem der schwule Türke) und manche der Situationen und Gedanken kommen mir als Frau bekannt vor. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und zwischendurch häufig geschmunzelt. Es ist natürlich kein Meisterwerk der Literatur, und lernen kann man aus dem Buch auch nicht viel – vielleicht, dass hysterische und neurotische Frauen anscheinend total liebenswürdig sind 🙂

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Volker Klüpfel, Michael Kobr – Milchgeld

Bewertung: 8/10

Ein Krimi, der in Bayern spielt, ein Kommisar mit Marotten, der in einem kleinen Dorf lebt und das ruhige Leben liebt, bis ein Lebensmitteldesigner umgebracht wird. Das Thema und die Charaktere in der Geschichte sind ungewöhnlich – Milchbauern, Käse. Es entwickelt sich nicht allzu schnell, was gut zum Stil der Geschichte passt, die Handlung ist gut nachvollziebar. Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist, sind kleine gelegentliche Fehler im Satzbau oder Wortschatz, die den Lesefluss stören. D.h. etwas ist nicht so gut ausgedrückt, dass man den Satz zweimal lesen und in Gedanken umformulieren muss, dass es passt.

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Mark Twain & Jean Effel – Tagebuch von Adam und Eva

Bewertung: 8/10

Die Idee von Mark Twain ist genial – aus der Sicht von Adam und Eva zu schreiben, wie sie ihre Zeit miteinander wahrgenommen haben. Beide wissen nicht, was der andere für eine Funktion hat, die Welt ist komplett neu und unbekannt und es gibt viele Missverständnisse. Die Bilder von Jean Effel sind super und ohne diese Bilder wäre das Buch nur halb so nett. Ich war allerdings etwas verwirrt, da aus der Sicht von Adam (der sich immer sehr kurz ausdrückt) die komplette Geschichte inklusive Kain und Abel beschrieben wird und bei Eva (die immer viel redet und schreibt) gehen die Einträge nicht mal bis zu dem Fall und dann folgt am Ende abschließend ein letzter. Dieses unausgewogene Verhältnis hat mich ein wenig verwirrt.

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Kerstin Gier – Die Patin

Bewertung: 6/10

Dieses Buch ist eine Fortsetzung zu “Die Mütter-Mafia”. Der Stil ist ähnlich, wobei es gelegentlich etwas simpler geschrieben war als der erste Teil. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass künstlich eine Handlung erzeugt wurde. Der erste Teil war irgendwie nachvollziehbarer und in diesem hier wurde es weitergesponnen und manche angefangenen Handlungsstränge in die Länge gezogen, um ein Buch zu füllen. Dennoch liest es sich ganz gut und ist eine ganz kurzweilige Unterhaltung, manchmal konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

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